Ratgeber: Lexikon der Schleifmittel

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SchleifwerkzeugeIn diesem Ratgeber möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über die Aufgabe und die verschiedenen Arten von Schleifmitteln geben. Dieser Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll nur eine allgemeine Einführung darstellen.

Aufgabe/Aufbau des Schleifmittels

Das Schleifmittel steht in direktem Kontakt mit dem Werkstoff und verrichtet, wie der Name schon sagt, die eigentliche Schleifarbeit. Es besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten / Schichten:

  • Schleifkorn
  • Trägermaterial
  • Bindemittel

Generell lassen sich bei Schleifmitteln die Varianten mit und ohne Unterlage unterscheiden. Hinweis: Über einen Klick auf die Überschrift gelangen Sie direkt in die entsprechenden Kategorien unseres Shop.

1. Schleifmittel auf Unterlage

Bei dieser Art ist das Schleifmittel auf eine Trägerschicht aufgebracht. Diese sorgt für eine Übertragung der Bewegung auf das Schleifmittel. Die Abmessungen des Schleifmittels bleiben bei der Anwendung gleich. Entsprechende Schleifunterlagen können rechteckig, dreieckig, rund, fächerförmig sowie bandförmig sein.

1.1 Schleifpapier

SchleifpapierDas Schleifkorn wird auf spezielles Papier aufgestreut und durch Bindemittel fixiert. Durch das Auftragen spezieller Beschichtungen erhöht sich die Standzeit des entsprechenden Schleifmittels, da ein Zusetzen verhindert wird. Es existieren vier verschiedene Arten der Bindung bei Schleifpapier:

 

  • Naturleimbindung
  • Kunstharzbindung
  • Vollkunstharzbindung
  • Wirkstoffbeschichtet

Schleifpapier ist sehr vielseitig und kann je nach Form auf Schwingschleifern bzw. Exzenterschleifern verwendet werden. Als Schleifband kann es auf Bandschleifern eingesetzt werden.

1.2 Fiberschleifblatt

FiberschleifblattAuf einem Faserwerkstoff werden gepresste und speziell behandelte Baumwollfasern als Träger für das eigentliche Schleifmittel verwendet. Soll dieses Schleifmittel mit Winkelschleifern eingesetzt werden, ist die Verwendung eines flexiblen Gummischleiftellers nötig.

1.3 Fächerschleifscheibe / Schleifmopteller

FächerschleifscheibeDer Trägerteller bei Fächerschleifscheiben besteht aus Kunststoff oder Metall, die Schleifblätter werden überlappend daraufgesetzt. Diese Form gab der Fächerschleifscheibe ihren Namen. Eingesetzt werden diese Scheiben auf Winkelschleifern, wo sie durch den hohen Abtrag sowie die entstehende hohe Oberflächengüte überzeugen. Ebenfalls ist ein kühler Schliff möglich, Verfärbungen am Werkstoff werden so vermieden. Auch ist das Betriebsgeräusch  vergleichsweise gering.

1.4 Diamantschleifscheiben

Hier werden am äußeren Rand Diamanten bzw. vergleichbare Stoffe angebracht. Der große Vorteil dieser Scheiben ist die extrem hohe Verschleißfestigkeit, weswegen sie z.B. für die Bearbeitung von Stein eingesetzt werden. Der Nachteil dieser aufwändig zu produzierenden Schleifmittel ist eindeutig der hohe Kostenfaktor.

2. Schleifmittel ohne Unterlage

Bei dieser Schleifmittel-Art wird das Schleifkorn so verstärkt, dass es ohne separate Trägerschicht eingesetzt werden kann. Dadurch verändert sich jedoch die Form des Mittels bei längerer Anwendung, da ein Abtrag stattfindet. Wenn der Umfang des Schleifmittels zu klein geworden ist, muss es ausgetauscht werden. Zu den typischen Vertretern dieser Gattung zählen Trennscheiben, Schruppscheiben sowie Schleiftöpfe.

2.1 Trennscheibe

TrennscheibeDiese Scheiben werden durch ihre geringe Dicke charakterisiert, da sie (wie der Name schon sagt) zum Trennen von Materialien eingesetzt werden. Umso dünner die Scheibe, desto höher die Trennleistung und der Arbeitsfortschritt – jedoch ist auch die Gefahr eines Verkantens höher. Trennscheiben werden mit Winkelschleifern verwendet.

2.2 Schruppscheibe

SchruppscheibeDieses Werkzeug wird zum groben Schliff an der Oberfläche verwendet und ist deutlich dicker als Trennscheiben. Es wird mit Winkelschleifern eingesetzt.

2.3 Schleiftopf

Schleifscheiben in Tassenform schleifen nicht, wie die anderen Schleifmittel am Umfang, sondern an der Stirnseite. Meist werden sie mit Nassschleifern eingesetzt.

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