Einführung: Holz schleifen mit Schleifpapier / Schleifrollen

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Schleifen ist, besonders dann wenn eine Maschine eingesetzt wird, eine anspruchsvolle Arbeit die bei falscher Durchführung das Werkstück schnell beschädigen kann. Gerne möchten wir Ihnen in diesem Blogbeitrag einige grundlegende Hinweise zum richtigen Schleifen geben.

Klingspor, unser Partner im Bereich Schleifwerkzeuge, stellt auf seiner Website hilfreiche Tipps rund um das Thema Schleifen der unterschiedlichsten Materialien bereit. Hier im Blog möchten wir auf das Schleifen von Holz eingehen, beispielsweise die erforderlichen Materialien nennen und das Vorgehen erläutern. Auch das Thema Maschinen sprechen wir an – beispielsweise welche Eigenschaften eine Schleifmaschine bieten sollte.

Dieser Ratgeber ist in erster Linie für Neulinge im Bereich Schleifen konzipiert. Für weiterführende Informationen können Sie uns gerne eine persönliche Anfrage stellen. Auch ist bei Fragen zu bestimmten Begriffen das Schleiflexikon auf der Website von Klingspor einen Blick wert. Das Thema Sicherheit wird hier ebenfalls besprochen – bitte werfen Sie vor Beginn des Schleifens einen Blick in die Sicherheitshinweise für Schleifmittel von Klingspor.

Manuell oder mit Maschine?

ebene1-full-4e2d912944ebcJe nach vorhandenen Werkzeugen kann das Holz schleifen mit einer Maschine oder einem Handklotz durchgeführt werden. Für z.B. einen Bandschleifer werden Schleifbänder benötigt; hierbei ist es wichtig auf die Abmessungen des Bandes (Breite und Länge) zu achten. Die entsprechenden Angaben finden Sie auf dem Bandschleifer bzw. in der Bedienungsanleitung.

 

ebene1-full-4e2d92e636352Einfacher ist jedoch das Schleifen mit einem Schleifklotz, aber natürlich längst nicht so effektiv. Für diesen benötigen Sie Schleifblätter mit der für den Einsatzzweck passenden Körnung – mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Vorgehen: manuelles Schleifen

Diese Anwendung gehört wohl zu den geläufigsten und ist daher auch Laien bzw. Neulingen im Bereich Schleifen bekannt. Für manuelles Schleifen mit einem Schleifklotz sollte mit einem Schleifpapier 80er Körnung begonnen werden, welches die Vorbearbeitung erledigt. Ein Schleifpapier mit 120er Körnung empfiehlt sich für den Nachschliff. Der abschließende Feinschliff kann dann mit Schleifpapier z.B. der Körnung 200 vorgenommen werden.

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Ebenfalls sollte nach jedem Schleifvorgang das Holz leicht befeuchtet werden, was das Herstellen einer sehr glatten Oberfläche fördert. Bitte achten Sie jedoch darauf, dass das Holz trocken ist, bevor Sie mit dem Schleifen fortfahren. Auch muss entstehender Schleifstaub vor dem nächsten Schleifdurchgang abgenommen werden, etwa mit einem Besen oder Tuch.

Bildquelle: Wikipedia / Sanding blocks.jpg. Urheber: Just plain Bill (CC BY-SA 3.0)

Schleifen mit Maschine

330125_ENWNMPRO1.JPG_500x500Bandschleifer eignen sich in erster Linie für ebene, größere Flächen – es kann keine so hohe Genauigkeit wie mit Schleifklötzen erreicht werden. Prinzipiell ist ein Bandschleifer ein Elektromotor, welches ein auf zwei Rollen gespanntes Band bewegt. Aufgrund dieser Konstruktion können mit einem Bandschleifer nur schwer kleine Winkel bzw. Ecken bearbeitet werden. Hierfür ist ein Dreieckschleifer oder der schon erwähnte Handklotz viel besser geeignet. Ebenfalls möglich ist eine Kombination aus Bandschleifer und Handklotz, wobei die großen Flächen eines Werkstücks mit ersterem und die Ecken und Winkel mit einem Handklotz bearbeitet werden. Weitere Maschinen sind Schwingschleifer (ideal zum Glätten von ebenen Flächen), Winkelschleifer (Zerschneiden und Schleifen möglich) oder Exzenterschleifer (runder Schleifteller wird schwingend bewegt). Für handliche Werkstücke existieren auch stationäre Bandschleifer.

Die Wattzahl gibt Aufschluss über die Leistung des entsprechenden Bandschleifers. Ebenfalls sollten Sie darauf achten, dass das Gerät über eine effektive Staubabsaugung verfügt (Holzstaub kann langfristig Gesundheitsprobleme verursachen). Eine regulierbare Geschwindigkeit sowie exakte Einstellung der Bandführung sind weitere wichtige Qualitätsmerkmale.

Kontrolle des Schleifergebnisses

Für die abschließende Kontrolle der Oberfläche sollte nicht den Augen, sondern den Fingern der Vorzug gegeben werden – werden diese langsam über das Werkstück geführt, erkennen Sie feinere Unebenheiten. Führen Sie die Finger schnell über das Werkstück, sind gröbere Unebenheiten leichter zu erkennen.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Schleifen oder zur Wahl des richtigen Schleifmittels? Wir beraten Sie gerne. Nehmen Sie hierzu einfach mit uns Kontakt auf, per Mail oder telefonisch unter (0) 651 / 98126 666.

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